Kardinal-von-Galen-Kreis e.V. 



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OSTERAKADEMIE KEVELAER

15.-18. April 2020

„...haltet fest, was ihr habt, bis ich komme“ (Apk 2,25)
Glauben trotz Kirchenkrise

 
Weh dem, der in diesen wirren Zeiten seinen Standpunkt verrückt (vom Glauben abfällt) 
(Ein Seher/Wahrsager früherer Zeiten) 
Durch den Rückgang kirchlicher Bindung existiert auch für Katholiken ein nur verringerter politischer Gestaltungsspielraum. Die Sozialwissenschaft spricht schon seit geraumer Zeit von einem „erheblichen Kontrollverlust“ der Kirche. Diese Entwicklung hat sich nach 1945, im Zuge wachsender Individualisierung und zuneh-menden Wohlstandsdenkens, deutlich verstärkt. Mit diesen Veränderungen im Gefolge des „Wirtschaftswunders“ kam es zu einem grundlegenden Wertewandel: Die materielle Wohlfahrt des Einzelnen steht im Vordergrund.  
1968 war im Kern der Ausdruck eines weitreichenden Wertewandels. Alle von Wohlstand und Individualismus geprägten Gesellschaften Europas waren betroffen. Dazu gehören unter anderem der klare Säkularisierungsschub und die Entkirchlichung.  
Papst Benedikt XVI. hat in einer beeindruckenden Rede die Gefahren, die durch eine „Diktatur des Relativismus“ drohen, unterstrichen. Wenn Sie die normativen Vorgaben leugnen, dann werden alle Institutionen, auch die klassische Ehe, in ihrer inhaltlichen Gestaltung beliebig. Am Ende werden alle Lebensformen unter den Ehe-Begriff subsumiert. Das bedeutet zumindest auf lange Sicht, daß ich alle Lebensformen privilegieren muß. Dieses Vorgehen ist konsequent, denn der Rechtspositivismus will ja alle Wertfragen grundsätzlich ausblenden. Das führt unweigerlich dazu, daß man auch polygame, sodomistische und inzestuöse Verbindungen anerkennen muß. Zu den allseitigen Perversionen zählt auch das Gender-Mainstreaming, das (zumindest indirekt) die Schöpfungsordnung leugnet. Zu ihnen gehört auch das binaristische Verständnis der Geschlechter. Gender-Mainstreaming ist ein kompliziertes Thema, weil es viele Facetten kennt. Allen Varianten ist aber gemeinsam, daß sie einen gottlosen Allmachtswahn vertreten, der alle Voraussetzungen der Natur negiert und vorgibt, selbst das eigene Geschlecht (quasi als Gipfel der Selbstbestimmung) bestimmen zu können. 
Quelle: Kirchliche Umschau 22. Jgg., Nov. 2019, Nr. 11: Aus einem Interview mit Prof. Dr. Felix Dirsch zusammengestellter Text 
 
Mi., 15. April (Anreise bis 15.00 Uhr, Kaffee) 
 
16.00 Eröffnungsandacht (Kerzenkapelle) 
16.30 Frau Birgit Kelle: Die europäische Familie zwischen Avantgarde und Tradition 
 
Do., 16. April 
 
9.15 Gemeinsames Rosenkranzgebet für den früheren Wall-fahrtsrektor Prälat Richard Schulte Staade († 13.01.2020), der dem Kardinal-von-Galen-Kreis seit 1996 (!) Tagungsrecht im Priesterhaus gewährt hat 
10.45 Prof. Dr. Manfred Hauke: Nachfolge Jesu oder Zeitgeist-Surfing? Der ‚synodale Weg‘ und das Weihepriestertum der Frau 
15.45 Prof. Dr. Peter Bruns: Die Kirche und die arianische Krise 
 
Pause 16.30-1645 
 
16.45 Fortsetzung des Vortrags von Prof. Dr. Bruns 
 
Fr., 17. April 
 
9.15 Thomas Dendorfer: Warum will sich die Braut Christi mit dem spät-römisch-dekadenten Staat auf eine „Ehe für Alle (Ehebrecher)“ einlassen? 
10.45 Rudolf Kronz: Bibel – Evolution - Urknall 
15.15 Fortsetzung des Vortrages von Herrn Kronz 
17.00 Prof. Dr. David Engels: Renovatio Europae 
 
Sa., 18. April 
 
9.30 Franz Kronbeck: Die philosophischen Grundlagen des Glaubens, ihre Erosion von der Hochscholastik bis heute und die Auswirkungen 
 
Es ist möglich, daß am Tagungsprogramm Änderungen vorgenommen werden müssen. 
Während der Tagung besteht Beichtgelegenheit zu den in der Beichtkapelle angegebenen Zeiten.  
 
Zeitrahmen des Tagungsablaufs: 
7.20 Laudes und hl. Messe in der Kerzenkapelle 
8.30 Frühstück 
9.15-12.00 und 15.15-18.00 Vorträge im Petrus-Canisius-Haus 
12.15 Mittagessen 
14.45 Kaffee 
18.30 Abendessen 
19.30 (am Mittwoch 20.00) Komplet in der Hauskapelle, anschließend informelles Treffen im Kachelofenzimmer 
 
Tagungsort: Priesterhaus Kevelaer (an der Gnadenkapelle) 
 
Anfahrthinweise: 
 
PKW: 
A57 Köln-Nijmegen, Abfahrt Sonsbeck/Kevelaer oder Goch/Weeze; 
A61 Venlo-Koblenz, Abfahrt Kaldenkirchen 
B9 Köln-Kleve, B57 Duisburg-Kleve, 
B58 Ahlen-Venlo, B67 Coesfeld-Goch 
 
Bundesbahn: 
Bahnlinie Düsseldorf-Kleve oder Köln-Kleve (mit Umsteigen in Krefeld) 
 
Die Vorträge der Osterakademie 2018 liegen als Tagungsband vor. 

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