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Reinhard Dörner (Hg.): "Habt Mut! Ich habe die Welt überwunden!" (Joh 16,33b). Neuaufbrüche im Glauben
Berichtband der Osterakademie 2005 in Kevelaer (2006)

ISBN 3-9809748-5-5
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"'Es muß Parteiungen (Spaltungen) unter euch geben.' (1Kor 11,19) Der Apostel, der in der Gründungszeit des Christentums wie kein anderer um die Erhaltung der Wahrheit und Reinheit des Glaubens bemüht war, trifft hier die nüchterne Feststellung, daß Abirrungen und Trennungen vom Glauben faktisch zur Wirklichkeit der Kirche gehören. Er schreibt ihnen sogar eine gewisse Notwendigkeit zu, insofern sie der Prüfung von Treue und Zuverlässigkeit der Gläubigen dienen. Demnach ist der Glaube offenbar ein Gut, um das sich der Gläubige ständig bemühen muß, das er am Gegensatz des Irr-, des Falsch- und Halbglaubens bewähren und für dessen Erhaltung er kämpferisch eintreten muß."

(Leo Card. Scheffczyk; s. Artikel im Berichtband)

Welchen "Mut" können Menschen aufbringen, die in der Welt von heute einer Fülle von Versuchungen und Prüfungen ausgesetzt sind? Können sie sich überhaupt im Glauben "bewähren"? Denn: "Unter den Irrtümern unserer Tage ist kein einziger, der sich nicht zurückführen ließe auf eine Häresie, und unter den heutigen Häresien ist keine einzige, die sich nicht zurückführen ließe auf eine andere, längst von der Kirche verurteilte Häresie. Mit den früheren Irrtü­mern hat die Kirche auch die gegenwärtigen Irrtümer und die zukünftigen Irrtümer verurteilt. Identisch unter dem Gesichtspunkt ihrer Natur und ih­res Ursprungs, bieten die Irrtümer jedoch das Schauspiel einer wunderba­ren Mannigfaltigkeit, betrachtet man sie unter dem Gesichtspunkt ihrer Anwendungen."

(Aus: Juan Donoso Cortés, Essay über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus und andere Schriften aus den Jahren 1851-53)

Der "Bewährung im Glauben" wird viel abverlangt in einer Situation, in der die Gläubigen "ihren" Papst verlieren oder ihn gegen Angriffe auf seine Persönlichkeit und Redlichkeit verteidigen müssen.

In dieser Lage ist das Wort Jesu: "Habt Mut! Ich habe die Welt überwunden" kein Trost, sondern ein Wort, das zum Aufbruch ermuntert und befähigt - trotz oder gerade wegen der Angriffe von außen; denn; "Die Pforten der Hölle werden (die Kirche) nicht überwältigen" (Mt 16,18).

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