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Joseph Overath (Hg.): Papst Paul VI.: Echo der Stimme Christi
Das Credo des Gottesvolkes von 1968 (2005)

ISBN 3-9809748-3-9
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Kompaß des Glaubens

Unter den Irrtümern unserer Tage ist kein einziger, der sich nicht zurückführen ließe auf eine Häresie, und unter den heutigen Häresien ist keine einzige, die sich nicht zurückführen ließe auf eine andere, längst von der Kirche verurteilte Häresie. Mit den früheren Irrtümern hat die Kirche auch die gegenwärtigen Irrtümer und die zukünftigen Irrtümer verurteilt. Identisch unter dem Gesichtspunkt ihrer Natur und ihres Ursprungs, bieten die Irrtümer jedoch das Schauspiel einer wunderbaren Mannigfaltigkeit, betrachtet man sie unter dem Gesichtspunkt ihrer Anwendungen. (...) Die modernen Irrtümer sind unzählige; doch sie alle, schaut man genauer hin, haben ihren Ursprung und finden ihren Tod in zwei obersten Negationen; eine von ihnen bezieht sich auf Gott, die andere bezieht sich auf den Menschen. Die Gesellschaft leugnet von Gott, daß er sich um seine Geschöpfe kümmere, und vom Menschen, daß er empfangen wurde in Sünde. Sein Stolz flüsterte dem Menschen unserer Tage zwei Dinge ein, die er beide geglaubt hat: daß er stark sei und daß er schön sei; deshalb sehen wir ihn dünkelhaft aufgeblasen ob seiner Stärke und Macht und verliebt in seine Schönheit. (...) Zwischen Gott und dem Menschen klaffte ein unauslotbarer Abgrund: der Sohn Gottes schuf sich zum Menschen, vereinigte in sich beide Naturen und der Abgrund ward ausgefüllt. (...)

Aus: Juan Donoso Cortés, Essay über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus und andere Schriften aus den Jahren 1851-53

Das "Credo des Gottesvolkes" Papst Paul VI. aus dem Jahre 1968 wird von vielen Theologen verschwiegen oder nicht genug gewürdigt. So fehlt dieser wichtige lehramtliche Text der Nachkonzilszeit z.B. im Denzinger/Hünermann, der wohl einflußreichsten Sammlung kirchlicher Lehrtexte.

Andere Theologen verschweigen diesen Text, weil sie der Meinung sind, der Glaube lasse sich nicht in "Sätze" fassen.

Das "Credo des Gottesvolkes" schützt den überlieferten Glauben der Kirche, und das Kirchliche Lehramt hat all seine Formulierungen in den letzten Jahrzehnten wiederholt bestätigt, wie der Kommentar Overaths zeigen kann.

So wird dieser herrliche und schöne Text Papst Paul VI. zu einem Kompaß des katholischen Glaubens in einer Zeit der Glaubenskrise und vermag mitzuhelfen, den Relativismus, den Papst Benedikt XVI. beklagt, zu überwinden.

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