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Gabriele Waste: "Personaler Glaube" gegen Dialektik.
Martin Bubers Zwei Glaubensweisen im Spiegel der Kritik Josef Piepers. (2008)

ISBN 3-9809748-8-X und 978-3-9809748-8-2
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Die bekannte Schrift Zwei Glaubensweisen des jüdischen Philosophen Martin Buber hat bei ihrem erstmaligen Erscheinen (1950) eine starke Resonanz in der Medienwelt und vor allem in katholischen Kreisen ausgelöst. Sie wurde "als die härteste Infragestellung" gesehen, "die das Christentum in diesem Jahrhundert erfahren hat", als eine "gemessen an der jüdischen, inferiore Glaubensweise" (Eugen Biser).

Buber beansprucht nämlich für den jüdischen Glauben, auf einem Vertrauensverhältnis zu beruhen, auf einem ganzheitlichen Kontakt des Menschen zu Gott, während das Christentum für ihn mit einem reinen Sachglauben assoziiert wurde. Das Judentum war für ihn die Kernüberlieferung Israels, aus dem sich das Christentum erst unter paulinisch-johanneischem Einfluß und damit des Hellenismus entwickelt hat.

Buber hat unter anderem deshalb ein so positives Echo gefunden, weil seine Ansichten offenbar jenen irrationalistischen Strömungen, die das Vernunftmoment im Glauben ausklammern wollen, natürlich entgegenkommen. Seine Gedanken verraten daher auch eine bedenkliche Nähe zur Esoterik, selbst wenn sie sich auf die biblische Offenbarung berufen.

Die vorliegende Studie zeigt, daß für Buber selbst das zutrifft, was er dem Christentum vorwirft: daß nämlich seine eigene Glaubensvorstellung kein personaler Glaube, ja nicht einmal Glaube, sondern lediglich eine Synthese irrationaler Vorstellungen ist. Die unabdingbaren Voraussetzungen für einen personalen Glauben, nämlich ein ontologisch definierter Personbegriff und ein vernunftgemäßer Glaubensvollzug, sind bei Buber nicht gegeben.

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