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"Lehrer des Glaubens"? Luther einmal anders
Ergänzungsband zum Berichtband der Osterakademie 2003 in Kevelaer (2004). 3., ergänzte, neu bearbeitete und erweiterte Auflage 2010

ISBN 978-3-9812187-3-2
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Luther und der Ökumenismusbetrieb heute

Am 17. Februar 1546, dem Vorabend seines Todes, schrieb Luther angeblich ’den Vers mit Kreide an die Wandt: Pest war ich, Papst, dir im Leben; im Tod werd’ ich dir Tod sein’ (Pestis eram vivus, moriens ero mors tua, papa). (1)

Dagegen bleibt festzuhalten, daß Luther sich sehr unterschiedlich zum Papst geäußert hat. In einem Leserbrief in Die Tagespost heißt es:

Vor etwa 60 Jahren fand Leopold Schwarz (München) einen Brief Luthers aus dem Jahre 1528 (!) an zwei Pfarrer (Wiedertäufer), den nicht nur Lutheraner bedenken sollten. Es heißt darin: ‘Wir bekennen aber, daß unter dem Papsttum viel christlich Gutes, ja alles christlich Gut sei, und auch daselbst herkommen sei an uns: Nämlich wir bekennen, daß im Papsttum die rechte heilige Schrift sei, rechte Taufe, recht Sakrament des Altares, rechte Schlüssel zur Vergebung der Sünden, recht Predigtamt, rechter Katechismus ... Ich sage, daß unter dem Papst die rechte Christenheit ist; der rechte Ausbund der Christenheit und viel frommer großer Heiligen ... Ist denn unter dem Papst die Christenheit, so muß sie wahrlich Christi Leib und Glied sein. Ist sie sein Leib, so hat sie rechten Geist, Evangelium, Glauben, Taufe, Sakrament, Schlüssel und Predigtamt’ (Leopold Schwarz “Steh fest im Glauben”, Band III, Seite 149, Südd. Verlagsgesellschaft der Bischof-Ketteler-Zeitschriften m.b.H., München 5). (2)

Die Nachrichtenagentur Zenit berichtet am 6. Mai 2005, daß der evangelische Bischof Wolfgang Huber sich sehr beeindruckt gezeigt habe von Kardinal Ratzinger, “weil er zu den wenigen Menschen gehöre, die Martin Luther tatsächlich verstanden hätten”. In einer Debatte im Oktober 1988 habe Kardinal Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI., erklärt, 'dass er alle vorreformatorischen Schriften Luthers (des katholischen Luther) gelesen habe (...) Ratzinger lud die Anwesenden dazu ein, diese Schriften erneut zu lesen, denn sie würden den großen Kampf zeigen, den Luther mit sich führen musste, um die Lehre vom gerechten und guten Gott annehmen zu können.’ Wörtlich habe Kardinal Ratzinger zu seinen Gästen gesagt: ‘Liebe protestantische Freunde, entdecken Sie den Luther jener Jahre wieder. (3)

(1) Hartmann Grisar S.J., Luther. Drei Bände – Dritter Band: Am Ende der Bahn – Rückblicke. Freiburg i. Br. 1912, 848

(2) Gerhard Jakobi im Leserbrief in: DIE TAGESPOST, 9. Juli 1996

(3) ZENIT ZG 05050610, 6. Mai 2005

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